Schweiß und Tränen: Ausbildung bei der Bundespolizei (3/4)

by magnuspublished on 26. März 2020

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Zwei Nächte auf Streife in der Verbrecherhochburg Hannover Hannover rangiert bei der Zahl der Kriminaldelikte in der Statistik noch vor Berlin. Ist die Stadt wirklich so eine Verbrecherhochburg? stern TV hat eine Polizei-Streife zwei Nächte lang in der Nordstadt Hannovers begleitet. Dirk Schröder und Norbert Faust gehen in der Nordstadt Hannovers regelmäßig auf Streife. Oft sind die beiden Polizisten vom Streifendienst die ersten vor Ort, wenn es irgendwo Ärger gibt. Gewalttäter, Einbrecher, Drogenhändler, Verkehrsrowdys. Jede Nacht müssen sich die Kommissare neuen Herausforderungen stellen - ohne vorher zu wissen, was sie erwartet. Mit ihnen steht und fällt ein Ermittlungsverfahren, wie Familienvater Dirk Schröder (49) erklärt. Und die Gewaltbereitschaft gegenüber der Polizei habe in den letzten Jahren stark zugenommen. "Prellungen, Schürfwunden, manchmal holt man sich auch eine blutige Nase", so Schröder. Die Hemmschwelle, einen Polizisten anzugreifen sei deutlich gesunken. Die Landeshauptstadt Niedersachsens zählt laut Kriminalstatistik zu den gefährlichsten Städten Deutschlands. Aktuell rangiert Hannover sogar vor Berlin auf Platz 2. Mehr Verbrechen verzeichnet nur noch Frankfurt am Main. In Hannover wurden im letzten Jahr 14.616 Straftaten pro Hunderttausend Einwohner verzeichnet. Vor allem Sexualstraftaten nehmen wieder zu. Auf dem Revier in der Nordstadt arbeiten insgesamt knapp 100 Beamte in drei Schichten. Sie sind für 46.000 Menschen in fünf Stadtvierteln zuständig. Am Wochenende passiert meist mehr. stern TV hat Norbert Faust und Dirk Schröder eine Nacht lang auf Streife begleitet. "Heute kümmern wir uns vornehmlich um die Einsätze, die wir von der Notrufzentrale bekommen. In einer Freitagnacht werden das die meisten Einsätze sein", kündigt Dirk Schröder an. An einer Straßenbahn-Haltestelle hat es eine Schlägerei gegeben. Schröder und Faust sind als Verstärkung gerufen, ein Einsatzkommando ist bereits vor Ort. Der Täter ist kaum zu bändigen und wird vorläufig mitgenommen – auch, weil die Polizisten bei der Taschenkontrolle fündig werden und "Betäubungsmittel" dabei hatte. Nicht immer laufen Einsätze aber so glimpflich ab, sagt Dirk Schröder. "Wenn ich zu einer Schlägerei fahre, dann hat man für einen kurzen Moment schon im Kopf, dass man auch verletzt werden könnte", so Schröder. "Aber das verdrängt man dann. Dafür ist es eben wichtig und gut, dass man im Team zusammen funktioniert, so dass ich bisher aus jeder Nummer recht heil rausgekommen bin." Ein Schwelbrand und ein kaputtes Unfall-Auto ohne Fahrer Der nächste Einsatz: Rauch in der U-Bahn. Die Beamten sind in der Nähe und sollen sich ein Bild von der Lage machen. Dirk Schröder sucht nach der Ursache des Brandgeruchs – ein Schwelbrand eines Plastikgegenstands. Solange der nicht gelöscht ist, kann auch die Bahn nicht fahren. Der Polizeihauptkommissar greift kurzerhand selbst zum Feuerlöscher. "Wir sind eigentlich nicht die Feuerwehr, aber so Kleinigkeiten erledigen wir mit unseren, die wir im Streifenwagen haben, selbst." Die Freitagnacht schreitet voran. Schröder und Faust haben mit Verkehrs- und Personenkontrollen zu tun, suchen nach gestohlenen Fahrrädern, Waffen und Drogen. An den Hotspots zeigt die Polizei in der Nacht Präsenz – bis die Beamten zu einem Verkehrsunfall gerufen werden. Doch: Der Fahrer ist spurlos verschwunden. "Der ist wohl ins Schleudern gekommen und dann von der Fahrbahn gegen diesen Pfosten geprallt, hat sich nochmal gedreht und dann links beide Türen abrasiert. Der Fahrzeugführer ist flüchtig, wir müssen gucken, ob der noch in der Nähe ist." Die Kommissare müssen den Fahrer finden – ob verletzt oder flüchtig. Parallel leiten sie eine Fahndung ein. "Grauer Hoodie, dunkle Hose, Ende zwanzig. Der hat auch wohl irgendwas noch aus dem Auto geholt." Dirk Schröder und Norbert Faust erfahren erst auf der Dienststelle, wer am Steuer gesessen hat: der Bruder des Halters. Der Fahrzeughalter hat daraufhin die Polizei angerufen und den Wagen als gestohlen gemeldet… stern TV, 14.11.2018, 22:15 Uhr, RTL * stern TV auf Facebook: https://www.facebook.com/sterntv * Mehr Infos zum Thema: https://www.stern.de/tv/polizei-reportage--zwei-naechte-auf-streife-in-der-verbrecherhochburg-hannover-8440370.html #sternTV #sternTVReportage
Heute steht bei den Auszubildenden eine realitätsnahe Übung in einer S-Bahn an: "Abreiseüberwachung nach einem Festival" lautet der Auftrag. Außerdem müssen die zukünftigen Bundespolizisten zum Schießtraining. Alles nicht so einfach. Dies ist Teil 2 der Dokumentation: Schweiß und Tränen: Ausbildung bei der Bundespolizei.
Heute auf dem Stundenplan der Azubis der Bundespolizei: "ARD" - Absperr- und Räumdienst. Es geht robust zur Sache. Auch die weiblichen Kollegen müssen alles geben. Und es wird noch anstrengender: ein Geländelauf der besonderen Art steht an. Dies ist der vierte und letzte Teil der Reportage: Schweiß und Tränen: Ausbildung bei der Bundespolizei.
Die Bundespolizei hat ein Nachwuchsproblem. Aktuell sind fast 3.000 Stellen unbesetzt. Bewerber gibt es viele, nur geeignet ist nicht jeder. Schon in der ersten Runde des Auswahlverfahrens, einem Diktat, fliegen einige raus und auch der Sporttest ist für manche eine unüberwindbare Hürde. Eines der Ausbildungszentren der Bundespolizei befindet sich in Neustrelitz. Rund ein Drittel der Schüler dort sind Frauen. Ihr Anteil steigt kontinuierlich. Dies ist der erste Teil der Reportage "Schweiß und Tränen: Ausbildung bei der Bundespolizei".
Jedes Jahr gibt es in Deutschland 2.300 Ermittlungsverfahren gegen Polizeibeamte wegen gewaltsamer Übergriffe - und die Opfer haben kaum eine Chance auf Wiedergutmachung. Warum bleibt Polizeigewalt in Deutschland faktisch straflos? #ARD #Doku Hinweis: Aufgrund der Vielzahl an beleidigenden, rassistischen und anderweitig justiziablen Kommentaren haben wir inzwischen die Kommentarfunktion bei diesem Video gesperrt. Es war keine vernünftige Diskussion mehr möglich.
Der geschützte Transport von Einsatzkräften ist ihr wichtigster Einsatzzweck. Darüber hinaus sind Polizei-Sonderwagen auch für das Durchbrechen von Barrikaden und anderen Hindernissen konstruiert. Das aktuelle Modell ist der Survivor R. Das 340 PS starke Fahrzeug transportiert bis zu elf Personen, fährt bis zu 100 Kilometer in der Stunde und kann Steigungen von bis zu 60 Prozent bewältigen. Die Doku stellt den Panzerwagen Survivor R der deutschen Polizei vor und blickt zurück auf die Geschichte der Sonderwagen. Unsere Reportagen & Dokumentationen - http://bit.ly/WELTdokus Abonniere den WELT YouTube Channel - http://bit.ly/WeltVideoTVabo Die Top-Nachrichten auf WELT.de - http://bit.ly/2rQQD9Q Die Mediathek auf WELT.de - http://bit.ly/2Iydxv8 Der WELT Nachrichten-Livestream - http://bit.ly/2fwuMPg Besuche uns auf Instagram - http://bit.ly/2X1M7Hk Video 2019 erstellt
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