Dokumentarfilm neu?
Während des Films in das Geschehen eingreifen und selbst den Blickwinkel der Kamera ändern? Klingt etwas nach Zukunft, ist es aber nicht.
Wie funktionierts?
Entwickler des Videosystems mit Panorama-Effekt ist das kanadische Unternehmen Immersive Media. Kernstück der Technik ist eine kugelförmige Kamera, bestückt mit elf Linsen. Die Mehrlinsen-Optik gestattet Aufnahmen in elf verschiedenen Richtungen. In der Waagrechten erfasst der Fotograf mit dem System einen kompletten Rundumblick von 360 Grad. Vertikal werden etwa 290 Grad abgedeckt.
Zum Herstellen von Panorama-Filmen setzt der Filmemacher die Kamera lediglich in Bewegung. Dazu wird die Optik beispielsweise auf einem Fahrzeug montiert, oder der Fotograf schnallt sich die Ausrüstung um. Nach den Dreharbeiten fügt eine Software die Aufnahmen zum Panorama-Film zusammen.
Während der Wiedergabe des Films genügt eine Mausbewegung, um die Perspektive zu ändern. Hierfür zieht der Betrachter bei gedrückter linker Maustaste den Mauszeiger in eine beliebige Richtung. Ein Zoom-Regler am linken Rand des Wiedergabe-Fensters holt Filmobjekte bei Bedarf näher heran.
Diese Technik ermöglicht ein völlig neues Erlebnis von Dokumentationen und Dokumentarfilmen. Sieht so die Zukunft aus?
Quelle: netzwelt.de
