Chronik der Finanzkrise
Welchen Einfluss hatten Immobiliengeschäfte, die Hypo Real Estate, JP Morgan und Fannie Mae? Wie kam zum Schwarzen Montag und wie sehen die Rettungspakete aus? Die Chronik der Finanzkrise zeigt die Faktoren, die zur weltweiten Finanzkrise geführt haben.
Wann immer Banken und multinationale Konzerne in den vergangenen Jahren vor der Pleite standen, pumpte der Staat Milliarden von Steuergeldern in die existenzbedrohten Unternehmen. Das Problem ist jedoch, dass diese Krisen zunehmend ganze Staaten gefährden. Gert Scobel diskutiert mit seinen Gästen die Phänomenologie des modernen Kapitalismus.
Weiter befasst sich die Sendung mit der Frage, was eigentlich den Kapitalismus als System menschlicher Evolution auszeichnet und warum gerade dieses System alle anderen gesellschaftlichen, kulturellen, ästhetischen, moralischen, ja selbst religiösen Teilbereiche beeinflusst und zum Teil steuert? Wenn der Kapitalismus ein System innerhalb einer komplexen sozial-ökonomsichen Umwelt ist, gibt es dann tatsächlich Fachleute, die das gesamte System verstehen, überblicken und entsprechend steuern können?
Hat der Konsumrausch längst die sozialen Beziehungen erobert? Welche Rolle spielen Macht, Empathie und das Gemeinwohl im 21. Jahrhundert? Wirkt die Beschleunigung der Arbeitsprozesse sich auf das Verhalten und die Identität der Akteure aus? Und wie infiltriert der Kapitalismus die Ethik und Kultur in unserer Gesellschaft? Ziel der Sendung ist es zu verstehen, wie Kapitalismus als evolutionäres System unsere alltäglich Lebenswelt bestimmt und verändert – beispielsweise in der Form der romantischen Liebe, die viele noch als Bollwerk gegen kommerzielle Interessen deuten.

